Trends im Journalismus 2016 (1) – Snapchat

Snap Me If You Can – Wer Snapchat ignoriert, wird untergehen!

Snapchat ist spätestens seit der re:publica auch in Deutschland angekommen. 100 Millionen Menschen sind täglich aktiv und generieren mehr als 10 Milliarden Videoviews pro Tag. Doch was macht die App aus? Wie funktioniert Snapchat und wie kann ich es für mich nutzen? Antworten auf diese und weitere Fragen gibt Philipp Steuer in diesem Webinar.

Konstruktiver Journalismus will inspirierende News

Die Welt ist schlecht. So zumindest erscheint es in den täglichen Nachrichten auf allen Kanälen. Nicht so im dänischen Fernsehen. Dort kämpft Nachrichtenchef Ulrik Haagerup erfolgreich für «konstruktive News», Geschichten, die nicht nur Probleme aufzeigen, sondern auch Lösungen; Meldungen, die das Publikum inspirieren statt nur alarmieren. Er sieht einen eigentlichen Paradigmenwechsel, weg vom klassischen Wachhund-Journalismus. Ist das ein Modell auch für die Schweiz? Eine Reportage über Erfahrungen und Experimente mit dem lösungsorientierten Journalismus.

Journalistenausbildung in spannenden Zeiten

Multimediales Volontariat an der katholischen Journalistenschule: Bewerbungsschluss 1. März 2017

Wahlen zum Bundestag, im Saarland, in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen: Deutschland steht politisch ein spannendes Jahr bevor. Gefragt sind Journalisten, die sauber recherchieren, darstellen und einordnen. Dafür ist ein solides Handwerk ebenso notwendig wie Persönlichkeitsbildung und ethische Leitlinien. All das können angehende Journalisten im Volontariat der katholischen Journalistenschule ifp (Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses) lernen. Bewerbungsschluss ist der 1. März 2017.

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B.Z.-Kulturpreis: Berlins größte Zeitung ehrt Künstler und Kreative

Rund 800 Gäste bei Preisverleihung in der Staatsoper im Schiller Theater / Publikumspreis für Slam-Poetin Lisa Eckhart / Auszeichnungen für Intendant Jürgen Flimm, Schauspieler Ulrich Matthes und Fotograf Wolfgang Tillmans

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Am Dienstagabend, 24. Januar 2017, versammelte Berlins größte Zeitung die Kultur- und Kreativszene der Hauptstadt zum 26. B.Z.-Kulturpreis. Zur Preisverleihung in der Staatsoper im Schiller Theater kamen rund 800 Gäste aus Medien, Kunst, Politik und Wirtschaft. Durch den Abend führte Schauspielerin und Moderatorin Meret Becker.

Peter Huth, B.Z.-Chefredakteur: „Berlins Kulturszene steht wie keine zweite für Vielfalt, Freude und Lebenslust. Die herausragenden Leistungen, egal ob Hochkultur oder Kleinkunst, würdigen wir mit dem B.Z.-Kulturpreis und setzen damit auch ein Zeichen für ein buntes, lebensbejahendes Berlin.“

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„Ich werde für Idee der verantwortlichen Freiheit kämpfen“

Ansprache von Kardinal Marx bei Entgegennahme des „Freiheitspreises der Medien“

320px-kardinal_reinhard_marxRottach-Egern. Die an den Idealen von Freiheit, Demokratie und Menschenrechten orientierten Gesellschaften des Westens sollten sich nach Worten von Kardinal Reinhard Marx angesichts einer sich möglicherweise andeutenden Zeitenwende neu ihrer Grundlagen vergewissern. „Es wird nur gelingen, wenn wir den Geist der westlichen Ideen wieder stärker durch grundsätzliche Fragestellungen herausarbeiten. Kann der Westen gedacht werden ohne Christentum?“, sagte Marx am Freitagabend, 20. Januar, bei der Entgegennahme des „Freiheitspreises der Medien 2017“ in Rottach-Egern. Freiheit dürfe niemals beliebig sein. „Verantwortliche Freiheit ist immer auf andere Menschen bezogen. Sie muss gebunden sein, ansonsten läuft sie ins Leere.“

Der Erzbischof von München und Freising und Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz erinnerte in seiner Ansprache daran, dass führende Wissenschaftler die Erzählung vom Exodus des Volkes Israel, die in der Bibel im zweiten Buch Mose erzählt wird, als Ausgangspunkt der heutigen westlichen Zivilisation sehen. „Der Auszug aus der Sklavenherrschaft Ägyptens ist die Kerngeschichte der europäischen Identität.“ Der Historiker Heinrich August Winkler stelle den Exodus des Volkes Israel und den Glauben an einen Gott bewusst an den Anfang seiner „Geschichte des Westens“: „Es geht darum, das Paradies wiederzufinden im Land der Freiheit. Israel ist ein Zeichen für alle Völker: So könnte man leben!“ Darin liege eine Dynamik begründet, die Welt besser zu machen, etwa nach Gerechtigkeit oder Überwindung der Armut zu streben. In der neuen Gesellschaft, welche die ersten Bücher des Alten Testaments in der Heiligen Schrift schildern, würden Recht und Gerechtigkeit, Güte und Erbarmen zum Maßstab erhoben.

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Botschaft zum 51. Welttag der sozialen Kommunikationsmittel, 2017

BOTSCHAFT VON PAPST FRANZISKUS
ZUM
 51. WELTTAG DER SOZIALEN
KOMMUNIKATIONSMITTEL

«Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir» (Jes 43,5).
Hoffnung und Zuversicht verbreiten in unserer Zeit

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Dank des technischen Fortschritts hat sich der Zugang zu den Kommunikationsmitteln so entwickelt, dass sehr viele Menschen die Möglichkeit haben, augenblicklich Nachrichten zu teilen und sie flächendeckend zu verbreiten. Diese Nachrichten können gut oder schlecht sein, wahr oder falsch. Schon unsere Vorväter im Glauben sprachen vom menschlichen Geist als einer Mühle, die vom Wasser bewegt niemals angehalten werden kann. Wer aber mit dem Mahlen beauftragt ist, hat die Möglichkeit zu entscheiden, ob Korn oder Taumellolch gemahlen wird. Der Geist des Menschen ist immer aktiv und kann nicht aufhören, das zu „mahlen“, was er aufnimmt, aber es ist an uns zu entscheiden, welches Material wir dazu liefern (vgl. Johannes Cassian, Brief an Abt Leontius).

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Döpfner: „Zeitungsjournalismus ist für eine offene, freiheitliche Gesellschaft essentiell“

Die Rolle der Tageszeitungen für die Gesellschaft stand im Mittelpunkt der Jahresauftaktveranstaltung von Sales Impact, der Vertriebsorganisation von Axel Springer, die am 23. Januar 2017 rund 200 Vertriebspartner und Kunden im Berliner Axel-Springer-Haus zusammenbrachte. Auf die Eröffnungsrede von Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer SE, folgte eine programmatische Ansprache von Christian Nienhaus, Vorsitzender der Geschäftsführung von Sales Impact und Newspaper Impact. Politischer Gastredner auf der Veranstaltung war Christian Lindner, Bundes- und Landesvorsitzender der FDP.

Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer SE: „Zeitungsjournalismus ist für eine offene, freiheitliche Gesellschaft essentiell. Daher dürfen die wichtigsten Eigenschaften des Pressevertriebssystems nicht in Frage gestellt werden. Überall in Deutschland müssen die Menschen täglich Zugang zu einem vielfältigen gedruckten Presseangebot nutzen können. Gemeinsam mit dem Grosso werden wir weiter für dieses Ziel eintreten.“

Christian Lindner, Bundes- und Landesvorsitzender der FDP: „Ohne eine freie Presse kann es keine Demokratie geben. Die freie Berichterstattung, die unabhängige Einordung, das Recherchieren und kritische Fragen sorgen dafür, dass Politik im besten Sinne jederzeit unter Druck bleibt und Bürgerinnen und Bürger sich ein Bild machen können.“ Dies bedürfe laut Lindner spezifischer Rahmenbedingungen: „Damit Verleger ihre Unabhängigkeit behaupten können, braucht es faire politische Rahmenbedingungen. Neue Werbeverbote stehen dem entgegen, weil sie Refinanzierungsmöglichkeiten der Verlage einschränken.“

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