Katholischer Medienpreis 2017

Sechs Nominierungen und „Sonderpreis der Jury“

Der Katholische Medienpreis wird am 16. Oktober 2017 in Bonn verliehen. Die Jury des Medienpreises hat erstmalig in den Kategorien „Elektronische Medien“ und „Printmedien“ jeweils drei Beiträge als preiswürdig nominiert. Die von der Jury aus den Nominierten ausgewählten Preisträger werden beim Festakt bekanntgegeben. Den Nominierten, die den Preis nicht erhalten haben, wird eine Urkunde verliehen, die die „Auszeichnung journalistisch WERTvoll“ ersetzt. Der Katholische Medienpreis ist mit jeweils 5.000 Euro dotiert und wird in den Kategorien „Elektronische Medien“ und „Printmedien“ vergeben. Erstmals wird auch ein mit 2.000 Euro dotierter „Sonderpreis der Jury“ verliehen. Mit dem Sonderpreis können Journalisten beispielsweise für ein innovatives, ungewöhnliches Format (speziell im Bereich Online), für einen bemerkenswerten Essay oder Kommentar, für ihr Lebenswerk oder andere besondere journalistische Verdienste ausgezeichnet werden.

Seit 2003 wird der Katholische Medienpreis jährlich von der Deutschen Bischofskonferenz zusammen mit der Gesellschaft Katholischer Publizisten e. V. (GKP) und dem Katholischen Medienverband e. V. (KM.) ausgeschrieben. „Ausgezeichnet werden Beiträge, die die Orientierung an christlichen Werten sowie das Verständnis für Menschen und gesellschaftliche Zusammenhänge fördern, das humanitäre und soziale Verantwortungsbewusstsein stärken und zum Zusammenleben unterschiedlicher Gemeinschaften, Religionen, Kulturen und Einzelpersonen beitragen“, hieß es in der diesjährigen Ausschreibung.

Die Jury des Katholischen Medienpreises besteht aus sechs Personen und wird vom Vorsitzenden der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Gebhard Fürst (Rottenburg-Stuttgart), geleitet. Die weiteren Mitglieder sind Albert Herchenbach (ehemaliger Chefredakteur stadtgottes, Nettetal), Wolfgang Küpper (Redaktionsleiter Bayerischer Rundfunk Religion und Orientierung, München), Stefan Kläsener (Chefredakteur im Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag, Flensburg), Andreas Kuschbert (Chefredakteur Heinrichsblatt, Bamberg) und Frank Windeck (Konrad-Adenauer-Stiftung, Bonn).

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Missionspreis 2017 für die Netzgemeinde DA_ZWISCHEN

Internetgemeinde des Bistums Speyer wird mit dem Missionspreis von „Andere Zeiten“ geehrt

Felix Goldinger (2. von rechts) nahm die Auszeichnung für sein Projekt in Hamburg entgegen.

Speyer/Hamburg. Der Missionspreis des Vereins „Andere Zeiten“ geht in diesem Jahr an ein Projekt aus dem Bistum Speyer. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wurde am 4. Mai in Hamburg an die Netzgemeinde DA_ZWISCHEN und zwei weitere Projekte verliehen.

Die Netzgemeinde lebt von einer Begegnungsmöglichkeit im Internet und den sozialen Netzwerken. Per WhatsApp und anderen Messengerdiensten werden montags und freitags Impulse verschickt, die Spiritualität im Alltag erfahrbar machen. Das Angebot richtet sich an Menschen, die Gott suchen, aber nicht oder nicht mehr an eine Kirchengemeinde angebunden sind.

Ideengeber und Initiator der Netzgemeinde ist Felix Goldinger. Er ist Pastoralreferent und Referent für Missionarische Pastoral im Bistum Speyer. „Mir war es wichtig, dass Glauben im Alltag erfahrbar werden kann. Deshalb sind die Impulse für die Netzgemeinde auch immer kurz und knapp. Mal ist es eine Frage am Montag, mal ein kurzer Filmimpuls oder ein Bild. Wer möchte, der kann den Input gleich am Morgen lesen und die ganze Woche im Hinterkopf behalten. Man kann aber auch wirklich eine Pause, das Warten an der Bushaltestelle oder beim Arzt nutzen, um sich da_zwischen einen guten Gedanken abzuholen. Freitags schließen wir diesen dann immer ab. Meistens ist das keine Antwort im eigentlichen Sinn, sondern eine Sammlung der Ideen, die die Netzgemeinde im Laufe der Woche an uns zurückgegeben hat“, erklärt Goldinger das Grundprinzip. Er freut sich über eine Gemeinde von mittlerweile rund 1040 Mitgliedern und deren rege Beteiligung.

Weil unter den Mitgliedern auch viele waren, die mehr wollten als kurze Impulse, experimentierte Goldinger zwischenzeitlich mit verschiedenen Formaten: „Wir haben manchmal einen Link zu unserer Homepage mit längeren Texten oder weiterführenden Gedanken angeboten. Dort waren dann auch Bibeltexte in voller Länge hinterlegt oder auch ein Predigttext.“ In der Fastenzeit 2017 gab es zudem die Möglichkeit, an Exerzitien in begleiteten Kleingruppen teilzunehmen. „DA_ZWISCHEN hat für die Exerzitien sehr von den Ideen und Texten meines Kollegen Peter Hundertmark profitiert. Es war ein großes Glück, die reale mit der virtuellen Welt verknüpfen zu können“.

Einige aktive „Gemeindemitglieder“ haben sich zudem mit Fahrrad-Rikschas auf den Weg gemacht, um den Teilnehmern des Weinstraßenfestes 2016 ihr digitales Projekt nahe zu bringen und sie an Stationen zu Beispielimpulsen eingeladen. Die Netzgemeinde richtet sich primär an junge Erwachsene. »Es ist eine Initiative, die leichten Zugang ermöglicht, flexibel ist, sich lebensnah der sozialen Netzwerke bedient, sich dennoch als ‚Gemeinde‘ versteht und sich auch auf den Weg macht, um Menschen persönlich zu  erreichen«, so die Jury.

Der persönliche Bezug ist auch Goldingers wichtigstes Anliegen. Er sieht den Missionspreis als Ermutigung, hier weiter zu experimentieren: „DA_ZWISCHEN ist rund um die Uhr erreichbar. Das ist gut und wichtig so. Wir sind auch mit einer Seite auf Facebook und Instagram vertreten, aber das virtuelle Gespräch über die Messengerdienste bleibt unser zentrales und wichtigstes Standbein. Die Exerzitien waren ein guter Schritt, mehr Nähe in den Kleingruppen zu schaffen. Da möchte ich gerne weiter dran bleiben.“ Schließlich seien die Gespräche via WhatsApp oder Telegram vor allem eines: Seelsorgliche Begleitung und persönliches Gespräch.

Die Netzgemeinde DA_ZWISCHEN steht Ihnen jederzeit offen. Besuchen Sie uns gerne auf www.netzgemeinde-dazwischen.de.

"Andere Zeiten" wurde 1998 als gemeinnütziger Verein gegründet. Der Verein ist ökumenisch und eigenständig, steht aber den christlichen Kirchen nah. www.anderezeiten.de

Nannen Preis 2017: Preisträger in sechs Kategorien ausgezeichnet

Sonderpreis an türkische Journalistin Banu Güven verliehen

Sieger in der traditionsreichen Kategorie „Beste Reportage“ – und damit Gewinner des Egon Erwin Kisch-Preises – wurden Amrai Coen und Tanja Stelzer für ihren Beitrag „Brüssel, 22. März 2016“, der in DIE ZEIT erschien. Der Egon Erwin Kisch-Preis wurde in diesem Jahr zum 40. Mal verliehen. 1977 rief Henri Nannen den Preis ins Leben, um herausragende Reportagen zu fördern. Seit 2005 wird der Kisch-Preis im Rahmen des Nannen Preises verliehen.

In der Wettbewerbskategorie „Investigative Leistung“ zeichnete die Jury das Team der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG aus, Bastian Obermayer, Frederik Obermaier, Vanessa Wormer, Katrin Langhans, Mauritius Much und Hannes Munzinger, für ihren Beitrag „Panama Papers“.

In der Kategorie „Dokumentation“ gewann Nicola Meier mit ihrem Beitrag „Wer rettet Klara?“, erschienen in DIE ZEIT.

Mit dem Nannen Preis 2017 für das beste „Web-Projekt“ würdigte die Jury die Arbeit „sachor jetzt!“ des aktuellen Jahrgangs der Axel-Springer-Akademie: Adrian Arab, Katja Belousova, Lukas Dombrowski, Henry Donovan, Julian Erbersdobler, Johanna Gerber, Sebastian Gubernator, Abdullah Khan, Gerrit-Freya Klebe, Larissa Königs, Alina Leimbach, Tim Osing, Tobias Perlick, Maximilian Wessing, Sabine Winkler und Louisa Nele Würzbach, erschienen auf SACHOR.JETZT.

Den Nannen Preis in der Kategorie „Reportage-Fotografie“ gewann Bieke Depoorter für den Fotobeitrag „Dürfen wir bei Ihnen schlafen?“, erschienen in GEO.

Mit dem Nannen Preis für „Inszenierte Fotografie“ wurde Jean-François Bouchard für seine im STERN erschienene Arbeit „Jody war eine Frau“ ausgezeichnet.

Neben den Trophäen in den sechs Wettbewerbskategorien vergab der STERN einen Sonderpreis an die türkische Journalistin und Fernsehmoderatorin Banu Güven. Sie erhält den Preis für ihren Einsatz für die Pressefreiheit in der Türkei.

Mit dem Nannen Preis werden herausragende Arbeiten im deutschsprachigen Journalismus aus den Bereichen Print, Digital und Fotografie ausgezeichnet. Im Rahmen einer festlichen Verleihung im Curio-Haus in Hamburg vor rund 500 Gästen aus Medien, Kultur, Politik und Wirtschaft ehrte die Jury die Preisträger. Moderatorin der Veranstaltung war „Tagesthemen“-Anchorfrau Caren Miosga.

 

Über den Nannen Preis:

Der Nannen Preis gilt als die bedeutendste Auszeichnung für Journalisten in Deutschland. Mit ihm werden seit 2005 herausragende journalistische Leistungen in Wort und Bild geehrt. Der Nannen Preis will Qualitätsjournalismus im deutschsprachigen Raum stärken und die gesellschaftliche Bedeutung von anspruchsvollem Print- und Onlinejournalismus hervorheben. Die Stifter des Preises sind das Magazin STERN und das Verlagshaus Gruner + Jahr. Die Unabhängigkeit der Auszeichnung wird durch ein aufwendiges Sichtungsverfahren und namhafte Jurys, der Journalisten, Autoren, Chefredakteure und Fotografen nahezu aller großen Verlage Deutschlands angehören, gewährleistet.

Original-Content von: Gruner+Jahr, STERN, übermittelt durch news aktuell

Ökumenische Jury bei „achtung berlin“

Beim Filmfestival achtung berlin – New Berlin Film Award ist erneut eine ökumenische Jury vertreten. Achtung berlin wird heute Abend, am Mittwoch, dem 19. April 2017, eröffnet.

Der Lehrer Karsten Bammel, die Medienwissenschaftlerin Anna Grebe, Pfarrerin Angelika Obert und Frater Leopold Stüber vergeben den mit 1.000 Euro dotierten Preis an einen Film, der in besonderer Weise menschliche Werte vermittelt oder zur Diskussion über Fragen nach Gott, Sinn und Glaube anregt.
Das Preisgeld stiftet Radio Paradiso.
In diesem Jahr widmet die ökumenische Jury den Preis der unlängst verstorbenen Filmkritikerin Dorothea Holloway. Die Preisverleihung ist am 26. April 2017.

Weitere Informationen:
https://achtungberlin.de/festival-hauptseite/jury/oekumenische-jury/

Nominierte für den Nannen Preis 2017 stehen fest

Hamburg (ots) – Mittwochabend kürte die Hauptjury die Nominierten für den Nannen Preis 2017. Die Juroren wählten 17 Beiträge in den Kategorien Reportage (Egon-Erwin-Kisch-Preis), Investigative Leistung, Dokumentation, Web-Projekt, Reportage-Fotografie und Inszenierte Fotografie aus.

obs/Gruner+Jahr, STERN/Gruner + Jahr

Andreas Wolfers, Leiter der Henri-Nannen-Schule und Sprecher der Jury: „Es wird ja häufig gejammert, der Journalismus verflache, werde kurzatmiger, oberflächlicher. Ich glaube, das Gegenteil ist richtig. Die Arbeiten, die wir zu beurteilen hatten, beweisen wieder einmal, mit wie viel Sorgfalt, Hartnäckigkeit und Leidenschaft in zahlreichen Redaktionen gearbeitet wird, bei großen wie kleinen Themen. Nur eines hätten wir uns noch gewünscht: öfters auch mal lachen zu können.“

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Journalistenausbildung in spannenden Zeiten

Multimediales Volontariat an der katholischen Journalistenschule: Bewerbungsschluss 1. März 2017

Wahlen zum Bundestag, im Saarland, in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen: Deutschland steht politisch ein spannendes Jahr bevor. Gefragt sind Journalisten, die sauber recherchieren, darstellen und einordnen. Dafür ist ein solides Handwerk ebenso notwendig wie Persönlichkeitsbildung und ethische Leitlinien. All das können angehende Journalisten im Volontariat der katholischen Journalistenschule ifp (Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses) lernen. Bewerbungsschluss ist der 1. März 2017.

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Bis zu 2,86 Millionen Zuschauer verfolgten Elbphilharmonie-Eröffnung im NDR Fernsehen

Elbphilharmonie Hamburg feierlich eröffnet

Hamburg (ots) – Die Übertragung der Elbphilharmonie-Eröffnung im NDR Fernsehen stieß auf enormes Zuschauer-Interesse. Ab 18.00 Uhr berichtete der NDR am Mittwoch, 11. Januar, vom Eintreffen der gut 2000 Gäste, unter ihnen Bundespräsident Joachim Gauck und Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die Sendung „Elbphilharmonie 2017 – Live vom roten Teppich“ sahen bundesweit im Schnitt 1,29 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer, im Norden 710.000. Hier lag der Marktanteil bei 16,0 Prozent. Den Festakt von 19.00 Uhr bis 20.00 Uhr schalteten allein im Norden 1,16 Millionen Zuschauer ein (Marktanteil: 22,0 Prozent), bundesweit waren es 2,02 Millionen.

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